Spracherkennung & Datenschutz

DSGVO-konforme Spracherkennung & Diktiersoftware

Direkte Antwort: Ob Spracherkennung DSGVO-konform eingesetzt wird, hängt nicht nur von der Software ab. Diktify bietet drei Modi: Offline verarbeitet Diktatinhalte lokal, Hybrid überträgt den erzeugten Text zur Nachbearbeitung, Cloud überträgt Audio zur Transkription. Vor dem Einsatz sind Rechtsgrundlage, AVV, Verarbeitungsorte, Löschfristen und interne Schutzmaßnahmen zu prüfen.

Welche Daten fließen in welchem Modus?

Diese Beschreibung betrifft Diktatinhalte. Lizenzprüfung, Updates und freiwillig aktivierte Online-Statistiken sind separate Verarbeitungsvorgänge; Details nennt die Datenschutzerklärung.

DSGVO-Prüfliste vor dem Einsatz

  1. Zweck, Datenkategorien und Rechtsgrundlage dokumentieren.
  2. Den Betriebsmodus passend zur Schutzbedürftigkeit der Inhalte festlegen.
  3. Bei Hybrid oder Cloud AVV, Unterauftragnehmer, Verarbeitungsorte und Löschfristen prüfen.
  4. Zugriffsrechte, Endgeräteschutz, Aufbewahrung der fertigen Dokumente und Betroffenenrechte organisatorisch regeln.
  5. Bei Gesundheits-, Mandats- oder anderen besonders geschützten Daten den Datenschutzbeauftragten einbeziehen.

Was „europäischer Anbieter“ nicht automatisch bedeutet

Diktify bindet Mistral AI SAS mit Sitz in Frankreich ein. Der Sitz eines Anbieters belegt allein jedoch weder den konkreten Verarbeitungsort jeder Anfrage noch die vollständige DSGVO-Konformität eines Einsatzes. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Vertrags- und Datenschutzunterlagen. Einen AVV für den Einsatz von Diktify stellt GO-ITC auf Anfrage unter kontakt@go-itc.de bereit.

Häufige Fragen

Nein, eine Software allein garantiert keine DSGVO-Konformität. Entscheidend sind Betriebsmodus, Inhalt, Rechtsgrundlage, technische und organisatorische Maßnahmen sowie gegebenenfalls ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Der Offline-Modus reduziert die Übermittlung von Diktatinhalten, ersetzt aber nicht die Prüfung des gesamten Einsatzes.

Offline bleiben Audio und Transkript bei der Diktierverarbeitung auf dem PC. Im Hybrid-Modus bleibt das Audio lokal, der transkribierte Text wird zur Nachbearbeitung übertragen. Im Cloud-Modus wird Audio zur Transkription übertragen. Lizenz-, Update- und optionale Statistikfunktionen sind davon getrennt zu betrachten.

Der Diktify-Server verarbeitet Cloud-Uploads im Arbeitsspeicher und legt sie nicht als lokale Audiodateien ab. Im Cloud-Modus wird Audio jedoch an den eingebundenen Transkriptionsanbieter weitergegeben; dessen Löschfristen und Verarbeitungsbedingungen müssen über die Vertragsunterlagen geprüft werden.

GO-ITC stellt für Cloud- und Hybrid-Einsätze einen Auftragsverarbeitungsvertrag auf Anfrage bereit. Verantwortliche sollten darin Rollen, Unterauftragnehmer, Verarbeitungsorte, Löschfristen und Sicherheitsmaßnahmen vor dem produktiven Einsatz prüfen.

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